Als ein kleiner Spross der Initiative "Hope against Despair" fand im Juni 2015 in Kfar Aza, in direkter Nähe zu Gaza ein "Cross Borders" Konzert statt. Initiiert und organisiert wurde das Konzert von Assnat Bartor, mit finanzieller Unterstützung evangelischer Landeskirchen, mit Privatspenden aus Deutschland und der Schweiz, dem "Deutschen Verein vom Heiligen Lande" sowie den "Socialists and Democrats" (EU-Parlament); der Abgeordnete Dietmar Köster besuchte das Konzert. Mir selber war eine Teilnahme von der israelischen "Security" verwehrt worden; ich verbrachte stattdessen einige Tage in Abschiebehaft.

"Von der Trauer zur Hoffnung"

Programm

"Ein Friedenskonzert erklingt auf großer Bühne direkt neben dem Grenzzaun zum Gazastreifen. 1500 Gäste sind auf der Fußballwiese, manchmal trägt der Wind die Musik hinüber ins zerstörte Schedschaija" (Peter Münch, Süddeutsche, 6. Juni 2015)

Getrauert wird um die beidseitigen Opfer - ein Jahr nach dem fürchterlichen Angriff auf Gaza. Im ersten Teil stehen Mozarts Requiem sowie hebräische und arabische Klagelieder auf dem Programm. Avner Itai leitet das Tel Aviv Soloists Ensemble, den Ichud-Chor, den Kibbutz Artzi Chor und die Solisten.

 

Im zweiten Teil steht die Hoffnung und das Streben nach Dialog und Versöhnung im Vordergrund. Jüdische und arabische Musiker stehen gemeinsam auf der Bühne.

Scheich Sami Abu Ashraf, einer der Musiker: Wir sagen den Menschen in Gaza, "Wir verstehen euren Schmerz".

Fotos © N.Ekhaus

Nur wenige Menschen aus Gaza konnten am Konzert teilnehmen. Von Mustafa El-Hawi wurde ein schriftlicher Gruß verlesen: "Wir dürfen nie die Hoffnung verlieren. Wir verdienen es, in Frieden zu leben."

Video Blues for Peace 

Video Mi ha-isch (hebräisch - arabisch), Amselm Rakefet

Video Hebräisch-arabisches Gebet, Yair Dalal und Lubna Salame

Video Bint Asaba, Shargi band und Yair Dalal

 

Times of Israel: On Gaza border memorizing war victims with Quran, Mozart and psalms  

Deutschlandfunk: Ein Konzert als Zeichen der Annäherung