Gedicht für die kommenden Brüder

 

Immer wird die Schönheit dieser Himmel,

dieser Abende auf Erden sein.

Immer über Markt- und Schlachtgewimmel

eines fremden Lichtes Widerschein.

 

Immer auch, allein im Schoß der Horden,

in dem Stickgeruch aus Stall und Blut,

wird unsäglich selten, Geist geworden, einer fühlen diese eisige Glut.

 

Aber unser ist die schlimmste Stunde,

alllzu dunkel  liegen Land und Zeit.

Herr, im tobenden Gebell der Hunde

wurden wir zu scheiden herz-bereit.

 

Neige morgen, holder Strahl, dich wieder

zu den Wiesen, wo wir nicht mehr sind!

Weh im Haare unsrer lieben Brüder,

wie du heute uns umweht hast, Wind!