Gedicht für die kommenden Brüder

 

Immer wird die Schönheit dieser Himmel,

dieser Abende auf Erden sein.

Immer über Markt- und Schlachtgewimmel

eines fremden Lichtes Widerschein.

 

Immer auch, allein im Schoß der Horden,

in dem Stickgeruch aus Stall und Blut,

wird unsäglich selten, Geist geworden, einer fühlen diese eisige Glut.

 

Aber unser ist die schlimmste Stunde,

alllzu dunkel  liegen Land und Zeit.

Herr, im tobenden Gebell der Hunde

wurden wir zu scheiden herz-bereit.

 

Neige morgen, holder Strahl, dich wieder

zu den Wiesen, wo wir nicht mehr sind!

Weh im Haare unsrer lieben Brüder,

wie du heute uns umweht hast, Wind!

  

 

 

STILLE

erahnen

hinter
unter
über
allen
Tönen

zugleich

in

allen Tönen-Farben-Bewegungen

alle
und alles

einbergende

umarmende

durchdringende

STILLE

 

LEBEN

IN FÜLLE

un-fasslich
un-ermesslich
un-begreiflich

doch

herzgeahnt

und so

grenzenlos anziehend

D U

D A

STILLEND

allen Hunger

D U

 

G R E N Z E N  -   L O S

 

vielleicht die tiefste

uns Menschen mögliche

Umschreibung des

Nichtbeschreibbaren

 

D E I N

D   A

 

in stammelnd

staunend

demütigem

Schweigewort

 

 g   r   e   n   z   e   n  l   o   s

 

D E I N

D  A

 

 g   r   e   n   z   e   n    l   o   s

 

D U

in

allem

 

alles

in

D  I  R

 

 G    R    E    N    Z    E    N  -   L    O    S

 

vielleicht

ein göttliches „Wort“

in begrenztem

Menschenwort

 

 G       R       E       N       Z       E       N       L       O       S

 

Zum Zwischen bei Martin Buber:

Das dialogische Prinzip
Das Problem des Menschen
Urdistanz und Beziehung

s. a. Martin Buber Werkausgabe Bd. 10: Schriften zur Psychologie und Psychotherapie

 

Das Zwischen in der Fachliteratur - eine Auswahl

(in alphabetischer Reihenfolge der Titel)

- Abkehr vom Subjekt. Zum Sprachdenken bei Heidegger und Buber von Meike Siegfried

Arendt Handbuch (S. 309 ff "Politischer Raum/ "Zwischen") Hg. Heuer/Heiter/Rosenmüller

- Das Denken zum Tanzen bringen von Rudolf zur Lippe

- Das Gehirn - ein Beziehungsorgan von Thomas Fuchs

- Das Zwischen!? Eine dialog-phänomenologische Perspektive von Cornelia Muth

- Das Zwischen als dialogischer Logos von Bernhard Wittschier

- Der Andere. Studien zur Sozialontologie der Gegenwart (insbes. 2. Teil) von Michael Theunissen

- Der Begriff des "Zwischen" bei Martin Heidegger von Eveline Cioflec

- Die Philosophie des Chaos von Dieter Wyss (s. a. Gedenkschrift zu Ehren von Dieter Wyss)

- Fremde Nähe von Gilda Encarnaçao

- Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 12  ("Zwischen")

- Im Zwischen. Zum Sehen und Denken bei Martin Heidegger von Gabriele Heidl

- Klinische Philosophie und das Zwischen von Toru Tani

- metaxy - das Zwischen als Größenmangel von Walter Tydecks

- Phänomenologie des Zwischen. Die Beziehung im Denken Martin Heideggers von Frank Schlegel

- Philosophie des Zwischen. Hermeneutik und Aporetik bei Schopenhauer von Daniel Schubbe

- Therapeutische Aspekte bei Martin Buber von Robert Waldl

- Tradtion und Vermittlung. Der interkulturelle Sinn Europas von Dean Komel

- Zwischen Mensch und Mensch von Bin Kimura

- Zwischen Sein und Nichts. Der Begriff des "Zwischen" im Werk von Martin Heidegger von Christian L. Lutz

- Warum ich fühle, was du fühlst von Joachim Bauer

 

Aufsätze:

- Cioflec, Eveline, "Das Nicht-Begriffliche als das Zwischen: Eine Begegnung Heideggers mit dem japanischen Denken" (2013).

- Fuchs, Thomas, "Das Gehirn - ein Beziehungsorgan". In: Information Philosophie, Heft 5 (2010).

- Jacobi, Rainer-M.E., "Mensch-sein Im Zwischen". In: Herbert Csef (Hg.), Sinnverlust und Sinnfindung in Gesundheit und Krankheit (1998).

- Kuepers, Wendelin, "Zwischen Leib und Sprache", online paper, (1998).

- Lutz, Christian Ludwig, Das Metaxy-Problem (1992)

- Muth, Cornelia, "Das Dialogische als das Zwischen in der Vielfalt der Anderheiten - eine dialogische Perspektive auf die Gender- und Frauenforschung", (2003).

- Tellenbach, Hubertus, "Das 'Zwischen' und die Rolle. In: Zeitschrift für klinische Psychotherapie 26 (1978), Heft 2.

Rezension von Dr. Ruth Schlette, Imprimatur