Mythenforscher weisen darauf hin, dass alle Mythen der Welt ähnlich strukturiert sind. Joseph Campbell hat versucht, dies graphisch zu verdeutlichen. Die folgenden Beiträge aus dem Bereich von Mär und Mythos stützen sich auf den "mythischen Zirkel" nach Campbell. Die dargestellte "Schwelle" entspricht dem Zwischen > Die Philosophie des Zwischen.

 

                  

An den Mythenhelden ergeht der Ruf, eine Wanderung anzutreten. Auf diesem ungewöhnlichen Weg sind ihm Helfer zur Seite gesetzt. Er gerät an eine Schwelle, an der sich Dramatisches abspielen kann. Jenseits der Schwelle, in einer Welt "fremdartiger und doch vertrauter Kräfte", sieht er sich Prüfungen ausgesetzt, bevor er am Nadir des mythischen Zirkels ankommt. Hier hat er ein höchstes Gottesgericht zu bestehen und er erhält seine Belohnung. Der Triumph kann sich darstellen als sexuelle Vereinigung mit der göttlichen Welt­mutter (heilige Hochzeit), seine Anerkennung durch den Schöpfervater (Versöhnung mit dem Vater) oder als Vergött­lichung des Helden selbst. Seinem Wesen nach ist der Weg zum Nadir eine Ausweitung des Bewusstseins und damit des Seins (Erleuchtung, Verwandlung, Freiheit). Schließlich gelingt dem Helden die Rückkehr über die Schwelle in sein bewusstes Alltagsleben, transzendente Kräfte muss er zurücklassen. Den Segen, den er mitbringt, wird der Welt zum Heil. (Text und  Grafik in Anlehnung an Joseph Campbell, Der Heros in tausend Gestalten. Baden-Baden: suhrkamp, 1978, S. 237).

Eine Auswahl an Aufsätzen :

- Abraham und die Bindung Isaaks

- Isaaks Hunger und Isaaks Reichtum

- Das "Lachen" der ungleichen Brüder Jizchak und Jischmael

- Pessach - die Heilsgeschichte nach dem mythischen Zirkel

- Hänsel und Gretel feiern Pessach

- Der Rabbi von Bacherach

- Hamlet

- Pictures of Fidelman

- Corazón tan blanco

Das Wortfeld „tanzen“ in Psalm 114 - darin (Kapitel 3): Tanz als "Weg dazwischen"

- Der Durchzug durch das "Rote Meer" als ein Weg zur Befreiung